Saturn ist mein Freund

Ein Saturnthema

„Mein Geburtshoroskop stimmt nicht. Ich bin der Ansicht, dass mein Saturn an eine andere Stelle gehört, als er eingezeichnet ist.“
Das erzählte mir vor einigen Wochen eine Klientin.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon mehrere Menschen kennengelernt, die mit ihrem Geburtshoroskop nicht zufrieden waren.
Einige wollten grundsätzlich ein anderes, manche waren mit Aspekten nicht so richtig einverstanden und wiederum andere fanden es nicht richtig, dass in einigen Bereichen keine Planeten standen oder sie sich übereinander häuften. Ich erinnere mich an jemanden mit einer solchen Konstellation, der die Verteilung der Kräfte in seinem Geburtshoroskop als ungerecht und unberechtigt empfand.
Ein Geburtshoroskop ist, wie wir alle wissen, eine Augenblicksaufnahme zum Zeitpunkt der Abnabelung. Wenn man ein anderes Geburtsbild möchte, muss man auch einen anderen Geburtsort oder eine andere Zeit haben wollen.
Es kann natürlich sein, dass die bekannte Geburtszeit eine andere ist, als auf der Geburtsurkunde eingetragen.
Mir selbst ist es so ergangen. Das erste Geburtsbild, das mir ein Astrologe gezeichnet hatte, war auf Grund eines Kommunikationsfehlers zwischen uns um eine Stunde verschoben. Ich bekam einen anderen Aszendenten, als ich „wirklich“ habe. Nichts Besseres wissend, habe ich mit meinem falschen Geburtsbild gearbeitet, mich manchmal etwas über die Aussagen gewundert, weil ich sie nicht 100% kongruent empfand. Trotzdem hatte ich keine radikale Ablehnung gegen mein „falsches“ Geburtsbild und kam damit zurecht (inzwischen ist alles aufgeklärt und mein Geburtsbild kongruent mit meine Geburtszeit).
Bei den oben genannten Personen, die mit ihren Geburtsbildern nicht zufrieden waren oder auch noch sind, liegen die Dinge jedoch anders.
Da werden nicht das Datum und der Ort angezweifelt, sondern der Stand eines oder mehrerer Planeten. Man kann sich, auch bei intensiver und intelligenter Auseinandersetzung, nicht mit dem Geburtshoroskop übereinander bringen, weder geistig noch emotional oder sogar in beiderlei Hinsicht.
Man kann sich, das ist eine Möglichkeit, von der Astrologie abwenden und trotzdem gut leben, da bin ich mir sicher.
Man kann sich aber auch mit dem Thema „unrichtig erlebte Bereiche im Geburtshoroskop“ ernsthaft befassen, der Sache auf den Grund gehen und „berichtigen“, was berichtigen auch immer sein mag.

Eine Zusammenfassung zweier Sitzungen:
„Mein Geburtshoroskop stimmt nicht. Ich bin der Ansicht, dass mein Saturn an eine andere Stelle gehört, als er eingezeichnet ist.“ Das war die Ausgangssituation.
Es war nicht einfach, diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, das muss ich zugeben.
Ich forderte die Klientin auf, mir die Stelle zu zeigen, wo er ihrer Auffassung nach hingehöre. Sie wies auf das leere Sternbild (bezeichnenderweise „Steinbock“) und nannte sogar die Gradzahl 18°, an die er angeblich gehöre. Dann bat ich sie, die genaue Energie ihres Wunschsaturns im Steinbock zu erspüren. Sie fand heraus, dass er sanft wie ein Lamm sei. Dann bildete sich ein Raum um das Lamm, ebenfalls sanft, kuschelig und warm.
Pause.
Nach der Pause ging es nochmals in den Raum des Lamms. Das Lamm hatte sich in einen dünnen Körper mit allzu dickem Kopf verwandelt. Die Klientin stellte fest: „Komisch dieses Körpergefühl und unangenehm.“
Pause, in der sie das Phänomen weiter erforschte.
Nach das Pause bat ich sie, den Saturn, dort, wo er offiziell und wirklich steht, auf 28° Stier langsam kennenzulernen.
Sie wählte eine vorsichtige Art des Erstkontaktes, in dem sie ihn in einem Bild erscheinen ließ. Er kam sehr massiv, arrogant, rechthaberisch und selbstverliebt daher. Nachdem sie den Schrecken überwunden hatte, konnte sie ihn sich genauer ansehen. Ich frage sie mehrmals, wie ihr Saturn zu diesem Verhalten gekommen sei. Sie stellte fest, seine beeindruckenden Eigenschaften wären nichts anderes, als die Kompensation einer rein körperlichen Darmschwäche. Dies Darmschwäche würde zu einem annähernden Dauerdurchfall des Saturn führen.
Sie nahm sich eine Pause, dachte und spürte in Ruhe nach. Dann platzte es aus ihr heraus:
“Der Saturn ist wie mein Vater, er hatte auch immer wieder sehr stark riechenden Durchfall, für den er sich sehr schämte. Ich habe mir als Kind oft gewünscht, ich hätte einen weichen liebevollen ruhigen Vater. Ich erlebte ihn ständig zurückweisend und interpretierte es als arrogant. Ich meinte, er würde mich ablehnen, doch eigentlich hat er sich wegen seines Gestanks, den er nicht beherrschen konnte, geschämt. Ich spüre jetzt, eigentlich mochte er mich.”
Wir haben das Thema mit weiteren, inhaltlichen und energetischen Vergleichen des echten und des gewünschten Saturn „in den Griff“ bekommen.
Das Ergebnis war, dass der Wunschsaturn sich in ein Nichts auflöste und die Energie des geburtsbildadäquaten Saturn in sie eintrat. Der Stress, das Wunschbild aufrecht zu erhalten und zugleich den „wirklichen Vater“ abzulehnen, war in seinen Grundlagen erschüttert. Sie selbst, so habe ich später erfahren hat sich noch weiter mit der Vaterfigur/Saturn auseinandergesetzt und Frieden mit ihr gefunden.

Das ist ein Beispiel, in dem eine Klientin mit einfachsten, visuellen und energetischen Möglichkeiten ein tiefsitzendes Lebensthema bereinigen konnte.

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