Der Sensitive Punkt – Tod

Sensitiver Punkt  – Definition
Ein Sensitiver Punkt im Horoskop ist ein Deutungsfaktor, der als energetisch wirksam gilt, obwohl an der betreffenden Stelle kein physischer Himmelskörper steht.
(Zitat Astrowiki) siehe: https://www.astro.com/astrowiki/de/Sensitiver_Punkt.
Zu den bekanntesten Sensitiven Punkten – auch Arabische Punkte genannt –  zählen Lilith, die Mondknotenachse und der Glückspunkt. Die seit dem Mittelalter gebräuchlichen Sensitiven (Arabischen) Punkte geben Auskunft über bestimmte allgemein gültige Themen im individuellen Horoskop. Die bekanntesten unter ihnen sind:

Der Tod soll draußen bleiben.

Das sagt man nicht.
Im Allgemeinen wird in der Astrologie der Sensitive Todespunkt immer wieder wie eine bekannte und ungeliebte Realität behandelt. Das mag berechtigt erscheinen, wenn man dem oberflächlichen Wissen um den Punkt folgt.
Man hört und liest solche Sätze wie: “Das ist mir zu unheimlich.” “Wer will schon seinen Todeszeitpunkt wissen?”  “Ich habe Angst vor dieser Konfrontation“. “Wer den Todespunkt kennt, für den wirkt der Todeszeitpunkt als eine sich selbst erfüllende Prophezeihung.”

Man verhält sich so, als ob der Sensitive Todespunkt etwas mit dem biologischen Tod zu tun hätte!
Naja, vielleicht ist es so oder auch nicht. Wenn man dazu in Büchern liest, bleibt es ein Bücherwissen, wer den Inhalt erfährt, hat ihn selbst erfahren und ist selbsterfahren in diesem Punkt.

In der Astrologie wird mit diesem Punkt das Auffinden des Todeszeitpunkts verbunden. Das kann und mag wirklich so sein. Mir ist es nicht bekannt.
Ich stelle solche und andere zukunftsträchtige Berechnungen nicht an.
Mit den Möglickeiten der Transformatorischen Astrologie kann man jedoch die Inhalte und auch die Formen einer astrologischen Größe in Erfahrung bringen und, wenn man will, diese ins Leichte/Leichtere transformieren.

Ich habe nicht nur beim Todespunkt, sondern bei allen Sensitiven Punkten festgestellt, dass das Stichwort voll und ganz mit dem Inhalt übereinstimmt.
Das Interessante ist, dass die Stichworte Phantasien auslösen, die im Allgemeinen nicht mit den wirklichen oder aus der klassischen Astrologie gesagten Inhalten kongruent sind.
Man sollte, wenn man sich mit den Punkten befasst, mit Überraschungen rechnen.
Meiner Erfahrung nach gilt das genauso für den Glückspunkt, Lilith, den NMK und den SMK.

Selbst kennenlernen, erfahren, einen Standpunkt und einen herzlichen und vor allen Dingen lebenspraktischen Umgang mit den erlebbaren Inhalten finden, soll das Ziel der Selbsterfahrung jedes Sensitiven Punktes sein.

Also ran an die Selbsterfahrung.

 Der Überblick:
Tot ist das, was nicht lebt. Das ist eine “knietiefe Wahrheit”, wie man sie sich kaum besser vorstellen kann.
Doch halt, bleiben wir mit der Aussage an der Oberfläche, ist “alles klar”, wie Lieschen Müller sagen könnte.
Geht man in die Tiefe, kann man das “Sich-wundern” lernen.
Da kann man lernen, erkennen und spüren, was im derzeitigen Leben tot ist und was der Tod ist.
Man “bekommt” die Einsichten entsprechend der persönlichen Bewusstseinsfähigkeit per geistiger Erkenntnis, per körperlicher Empfindung und Erleben.
Das heißt auch, dass die heutigen Einsichten des sensitiven Punktes Tod nicht die von morgen sein müssen.
Tod und tot sind dynamische Größen, die Einsichten entsprechend des Bewusstseinzustands zulassen und realisierbar machen.
Die Vorbereitung
Sie brauchen Ihr Geburtshoroskop mit dem Hinweis auf den Stand Ihres Sensitiven Punkts “Tod”.
Das können Sie unter den kostenfreien Angeboten im Internet finden. Vielleicht müssen Sie noch die Internetplattform anweisen, den Punkt einzutragen, denn allgemein sind nur wenige Sensitive Punkte verzeichnet.
Sollten Sie kein entsprechendes Angebot finden, gibt es noch die Geburtshoroskope, für die man zahlen muss. Dort kann man sicherlich die Sensitiven Punkte eintragen lassen.
Realisation
Nehmen Sie Ihr Geburtsastrogramm zur Hand und vergegenwärtigen Sie sich bitte, dass die eingezeichneten Symbole Hinweise auf die “dahinterstehenden” Energien sind.

Realisieren Sie bitte die Energie und damit auch den Inhalt und die Form Ihres Sensitiven Punktes “Tod”.
Steigen Sie in den Punkt / in die Realisation des Punktes ein, soweit Sie es mögen, für nötig halten, es können.

Tipps und Hinweise
Es kann sein, dass Sie empfinden oder sehen, wie und unter welchen Umständen Sie sterben.
Deutlicher Hinweis meinerseits:
Dies werden Sie überleben, weil es ein Phantasie ist.
Es gehen sicher Gefühle damit einher, doch die haben die gleiche Wertigkeit wie die Gefühle einem sehr hungrigen Tiger gegenüber, den Sie im gleichen Zimmer phantasieren.
Die Gefühle sind überflüssig, weil der Tiger nicht existiert. Die Erkenntnis kommt manchmal erst sehr spät.
Eine oder mehrere Phantasien über Tod und Sterben sind wahrscheinlich in uns allen abgespeichert.
Tipp: Wenn Sie können, kümmern sich nicht weiter darum. Es sind Bilder/ Phantasien/ sogar Phantastereien, die gesellschaftlich bedingt sind.
(Wenn Sie möchten, können Sie sich den wahrhaftigen Unwirklichkeiten – wie ich sie nenne – in einer ruhigen Stunde widmen. Es kann die Nerven beruhigen, wenn der Tiger nicht mehr im Zimmer ist. Dann können Sie die Energie der Bilder übernehmen, sie leben und sich ausleben lassen, bis sie sich gänzlich aufgelöst haben. Dann können Sie sehen und erleben, was von den gesellschaftlichen, familiären, kirchlichen Phantastereien übrig bleibt. Dazu sage ich: Freuen Sie sich drauf.)

Eine weitergehende Übung, die ich Ihnen empfehle:
Wenn Sie in der Energie des Sensitiven Zeichens “Tod” sind, fragen Sie sich: Was ist tot in meinem Leben? Lassen Sie genau das sukzessive und in der Ihnen genehmen Intensität ins Bewusstsein kommen.
Sein Sie gut zu sich und lassen Sie klar werden, was das Tote ist.
Dann sollten Sie die Übung beenden und in vollständigem Wachbewusstsein rekapitulieren,

wie Sie zu dem Toten in Ihrem Leben stehen,
was diese Erkenntnis für Sie bedeutet,
welche Konsequenzen sie hat.

Zwei Quintessenzen für alle:

An Inhalt und Form des Toten können Sie erkennen, welchen Lebensstil Sie haben.
Denn das Tote ist ein Ergebnis Ihrer Lebensart. Fragen Sie sich, wie es anders sein könnte?
Das Tote ist das, mit dem Sie im jetzigen Leben absolut nichts zu tun haben wollen (nur über meine Leiche) und das Ihnen im nächsten Leben begegnen wird.
Fragen Sie sich, wie es anders sein könnte?
Kontakt: Wilfried Teschler: wilfried-teschler@gmx.de
(c) 2018 für diese und alle anderen Veröffentlichungen der Internetseite:

Wilfried Teschler

Diese und alle auf diesem Blog vorgestellten Übungen und Meditationen praktizieren Sie in eigener Verantwortung.
Die Ergebnisse müssen Sie auch selbst verantworten.