Das Sesselpupserinferno

Zur Sache:

Es gibt in der Astrologie, besser noch gesagt in der Astroenergetik, eine Möglichkeit, sein Leben radikal und absolut befriedigend und zielgerichtet zu ändern. Wenn Sie das nicht für möglich halten, war es das bis hier. Wenn es Sie substanziell interessiert, lesen Sie weiter.
Dazu sollte man einen bestimmten „Sensitiven Punkt“ genauer kennen.
Es gibt mehrere dieser Sensitiven Punkte in einem Astrogramm. Sie haben alle gemeinsam, dass man sie berechnen muss, weil sie durch keinen Planeten oder Asteroiden gekennzeichnet sind. Sie beinhalten die Grundstrukturen und „Strickarten“ spezieller Ereignisse, die sehr wahrscheinlich im Leben fast jedes Menschen vorkommen. Geschäftserfolg, Ehen, Kinder, Glück, Tod und Krankheit sind einige der Punkte. Man kann sie per Hand berechnen, doch das spare ich mir, weil ich die Segnungen der modernen Welt nutze. In diesem Fall setze ich ein Computerprogramm an die Arbeit.
Jeder der mehr als 400 Sensitiven Punkte bezeichnet den Zustand eines Themas und durch mögliche Aspektierungen das Beziehungsgeflecht und den Kontext, in dem das Thema steht.
Ein Sensitiver Punkt zeigt den Zustand oder bis hin zur Quintessenz eines Themas oder Ereignisses an.

Die Entdeckung:

Nun gut, warum erzähle ich das hier?
Ganz einfach: Ich habe herausgefunden, dass bei ausreichender Beschäftigung mit dem Thema eines Sensitiven Punktes, der Mensch in Bezug auf das Thema angstfrei und konstruktiv werden kann. Er kann den Sprung von einer primitiven Ausformung zu einem differenzierten und kreativen Lebensbereich machen und schließlich das gesamte Thema überwinden. Das Thema „Unternehmer“ und die Art es zu leben, kann z. B. den Weg vom rudimentären und frühkapitalistischen Unternehmer zum kultivierten Menschen mit Unternehmergeist nehmen.
Das Wichtige ist: Sie setzen sich mit dem Sensitiven Punkt ehrlich, konstruktiv, klug und mit einer radikalen Neugier auseinander und landen (wahrscheinlich) im Besseren und Klügeren.

Sehr positiv:

Sie sollten bereit sein, auch lieb gewordene Gewohnheiten und Marotten, Irrtümer und Träume, angebliche Sicherheiten und als positiv benannte Glaubenssätze über Bord zu werfen.
Das ist innerhalb weniger Tage für innerlich wache, vitale, starke und lebenserfahrene Menschen möglich. Für die anderen dauert es (etwas) länger.
Alle kommen dann zum Ziel, wenn sie stabil und wohlgemut sind, sich einlassen und durchhalten können.

Anstrengend und spannend!

Nein, es wird einem nichts geschenkt.
Das ist das große Inferno für jeden Sesselpupser und Sofamasseur.
Denn bei solchen Menschen tragen Sessel oder Sofa die „Last der Verantwortung“ aber nicht der Mensch.
Hier in diesem astroenergetischen Prozess muss der Mensch die Verantwortung übernehmen, oder er kommt zu einem unbefriedigenden oder gar keinem Ergebnis.
Man muss sich bewusst einsetzen.
Auf dem Sofa und im Sessel kann man bestenfalls über diese Dinge lesen und sie „studieren“, richtet aber mit Sicherheit nichts aus.

Der Prozess:

Am Beispiel eines wahrscheinlich interessanten und zugleich angstbesetzten Sensitiven Punktes zeige ich den Prozess exemplarisch auf.
Es ist der Punkt „Krankheit/Tod“.
Ja, man kann über das Geburtshoroskop schwere Krankheit(en), ggf. die Todesursache und die Art des Todes/Sterbens eruieren.
Das alles ist zunächst einmal nichts für schwache Nerven, wie man so sagt.

Hat man die Scheu überwunden, bekommt man zunächst einen schemenhaften Blick auf die Informationen. Man stellt fest, die Informationen zur Todesart und zum Sterben sind prinzipiell und unausgeformt im Astrogramm formuliert. Bleibt man weiter am Ball, verdichtet und verdeutlicht sich das Bild, man erlebt eine Wahrscheinlichkeit und spürt sie von Kopf bis Fuß. Im nächsten Schritt – nach ehrlicher Auseinandersetzung –  kann man die näheren, vielleicht sogar die konkreten Inhalte des Todes / Sterbens erhalten. Im Hintergrund wächst der Standpunkt zu der Art des Sterbens / Todes. Daraus entsteht wie automatisch die Frage: „Wie komme ich zu diesem Sterben/dieser Todesart?“ Oder der Mensch nimmt „das Ereignis“ fatalistisch hin.
Dann braucht er sich nicht weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen.
[Soll ja auch Vorteile haben! ]
Sei die Entscheidung, wie sie sein wird!

Weiter: Man findet zunächst absolut keinen Umgang und bleibt ratlos. Ich bin mir sicher, dass das auch so geschehen wird, wenn ich es hier beschreibe: Man versteht einfach nicht, dass die Krankheit/Todesart ein Ergebnis des Lebensstils ist. Denn es braucht Zeit, bis man substanziell und nicht nur intellektuell akzeptiert, dass man sich selbst seine Todesart schafft.
Nun gut, was soll es?
Wir alle müssen [sehr wahrscheinlich :)] sterben und hinterher ist es (vielleicht) egal, wie Tod und Sterben passiert ist, mag man meinen.
Oder man kommt zu einer Einsicht: „Diese Art des Sterbens ist nicht menschenwürdig, nicht „angemessen“ und mir nicht angenehm“. Oder man erkennt: „Ich bin mir zu schade für diese Art des Todes – ich bin mir einen besseren schuldig!“
Das und noch mehr kann einen denkenden und fühlenden Menschen dazu motivieren, sich nach einer anderen Todesart umzuschauen.
Vielleicht kann man ihn sich bei entsprechender mutiger Phantasie heranträumen. Man spürt bei vorhandener Ehrlichkeit jedoch, dass es Phantasie ist und bleibt, mag der Inhalt noch so konstruktiv, menschenfreundlich, lieb, nett, herzlich und wünschenswert sein.
Dann, wenn man tief und substanziell in sich erkennt und erlebt, dass man diese (bisherige) Todesart nicht mag oder sie nicht verdient hat oder sie nicht (mehr) die eigene ist, hat man die Chance zu einer grundsätzlichen Änderung.
Dann geschieht eine große Leere, Sinnlosigkeit oder Pause, die auch wie ein großes Loch erscheinen kann, einfach so, ungerufen und ungewollt.
Nichts scheint einen Sinn zu geben und nichts scheint zu geschehen. Man möchte sich mit dem Punkt weiter befassen, doch irgendwie erscheint der Zugang versperrt. Bleibt man in dieser Phase konsequent, souverän und gelassen, wird man erleben können, wie sich die bisherige Todesart in eine durch und durch menschliche, ja liebevolle Todesart und ein wundervoll zu nennendes Sterben wandelt.
Es wird in dem gleichen Augenblick klar, dass man sein Leben, seinen Lebensstil ändert. Man weiß nichts Genaues, doch ist klar, dass genau das für alle und alles zum Besseren ist. Der bisherige Lebensstil hat die vorherige Todesart möglich gemacht. Es ist klar: Die jetzige/neue Todesart bedarf eines anderen Lebensstils.
Doch damit nicht zu Ende.

Die Perspektive:

Nach einiger Zeit, es mögen Monate, vielleicht Jahre sein, erinnert man sich an den Sensitiven Punkt Tod/Sterben und stellt fest, dass er sich aus sich heraus weiter zum Besseren geändert hat.
Es kommt der Augenblick, da ist klar, dass man die Todes- und Sterbethematik hinter sich gelassen hat.
Endgültig?
Aus, vorbei, ein Lächeln bleibt.

Der Sensitive Punkt im Astrogramm bleibt trotzdem weiterhin, doch „entleert“ bestehen.

Anhang I:

Ich habe mit dem Thema: „Tod / Sterben“ bewusst einen der interessantesten und provokativsten Sensitiven Punkte gewählt. U.a., weil er auch bei vielen Astrologen einem Tabu unterliegt. Ich kann das Tabu gut verstehen. Denn, wenn man den Punkt mit einer Berechnung des Todeszeitpunktes verwechselt und nicht inhaltlich wie ich herangeht, kann man viel Unsinn und Verwirrung stiften.
Das ist mit der Astrologie, wenn man sie ingenieurmäßig und mit Zuordnungen betreibt, gut möglich.
In der der Astroenergetik finden solche Berechnungen nicht statt.


Anhang II

Hier eine Auswahl unter mehr als 400 solcher Sensitiven Punkte, die auch arabische Punkte genannt werden.
Die Namen der Sensitiven Punkte sind Hinweise auf deren Inhalte. So hat der Punkt „Vater“ oder „Mutter“ nichts mit dem Vater oder Mutter des Radixinhabers zu tun, sondern gibt Hinweise auf das väterlich / mütterliche Erleben und Verhalten, dessen Zustand und die darin enthaltenen konstruktiven Möglichkeiten.

Hier eine Auswahl:

Glück Ehre Erfolg
Vater Besitz Wissen
Kunst Ehe Scharfsinn
Beruf / Bestimmung Gnade Freude
Ruhm Zufall Verschwendung

 

 

 

Ein Gedanke zu “Das Sesselpupserinferno

  1. Dieses eigene Leben heute/hier zu nützen, um das kennen zu lernen, was dem Menschen möglich ist, das finde ich mit diesem Text wieder einmal mehr treffend angeboten und bedient.
    Gleich, wenn man sich nur so schnell da mal hintut zu diesem Text ist es klar, das will ich auch. Will es besser haben, frei sein von….Doch spüre ich tiefer rein in das was geschrieben steht , krieg ich mit was das bedeuten wird und dass wohl wenig so überbleibt von dem was heute besteht.
    Vorausgesetzt ich sorge für die notwendige Vitalität und stärke meine Durchhaltekraft habe ich eine Chance diesen Prozess zu gehen. Haltegriffe wird es dabei wohl uch kaum geben und Bezüge auf das was ich Kenne auch nicht. So scheint es mir.
    In Bezug auf das exemplarische Beispiel hab ich erstmal tief geschluckt, geatmet. Lebensbedrohlich spürt es sich zuerst mal an. Bis mir klar wurde, wie lebensbedrohlich ich jetzt ohnehin schon unterwegs bin.
    In sich klar ist die Aussage, dass ich meine Todesart mit meinem Lebensstil bestimme. Da brauche ich mich nur umzusehen in der Welt oder den Mut aufbringen bei mir selber klar hinzuschauen.
    Und Mut und den Willen da dran zugehen brauche ich auch, wenn ich den beschriebenen Prozess da lese und die Idee in mir keimt, dieses Leben tatsächlich für NEUES zu nützen .
    Hier eröffnet sich etwas, das dem Menschen unter bestimmten Bedingungen möglich ist, er dazu jedoch alle Sofas verlassen muss.
    Und bei all dem was ich hier geschrieben habe, so ernsthaft ich es spüre und meine, kriege ich gleichzeitig mit, wie wenig ich davon eigentlich tatsächlich noch begriffen hab. Wie spärlich und besetzt mein Bewusstsein noch ist von all dem angestautem Müll in mir.
    Danke an Dich, der Du das anbietest zum Wachsen.

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