Chiron III Möglichkeiten der Astroenergetik: Chiron neu betrachtet

Die Lösung der Chironthematik

Man hat in der Astrologie prinzipielle Empfehlung zur Chironthematik.
Man verweist auf das dem Chiron gegenüberliegende Sternzeichen und erarbeitet an Hand dieser Qualitäten bewusst und zielgerichtet das „heilende Prozedere“ oder man schaut sich an, was der Klient bisher als Kompensationsleistungen der Verletzung erbracht hat und unterstützt ihn in seinem Bestreben.
Das sind mit Sicherheit konstruktive Maßnahmen, sie führen jedoch nicht zur Lösung der Thematik und der eigentlichen Verletzung. Es ist so, als ob man eine schwere Verletzung hätte, die nicht heilt und man muss voller Hoffnung auf Heilung einen Behelf (Kompensation) tragen, der das Überleben möglich macht.
Man hofft auf Heilung durch eine Kompensation!
Wenn man das verstehen will, muss man wissen, um welche Verletzung es sich handelt.
Das Chironprinzip zeigt eine sehr tiefe Verletzung des Integrität des Menschen an.
Was kann das sein?
Natürlich ist es absolut individuell, das möchte ich vorausschicken.
Es kann sich bei diesen Verletzungen um Vergewaltigungen, stundenlangen Beschimpfungen über die Unnützigkeit und Überflüssigkeit des Lebens, im Keller eingesperrt und vergessen werden, um die Mitteilung, dass man besser nicht geboren wäre, und…, und … handeln.
Das Chironprinzip zeigt eine massive Verletzungen der Persönlichkeit.
Das deutlichste Kriterium des Chironprinzip ist, dass es als vernichtend erlebt wird, jedoch nicht tödlich ist.
(Im Mythos ist es der vergiftete Pfeil, der unbeschreibliche Schmerzen verursacht, Chiron jedoch (auf Grund seiner Unsterblichkeit) nicht daran sterben kann.)
Der Mensch geht dann auf verschiedene Arten damit um:
1. Er kapselt das Erlebnis ein und leugnet und/oder vergisst es.
2. Er kompensiert das Erlebte mit, wie ich es nenne, „magischen“ Handlungen.
3. Er sucht sich Ablenkungen.
4. Er sucht sich Freiräume.
Das ist gut und manchmal auch schön, und vor allem sehr menschlich, doch alle Handlungen führen nicht zum Ziel, der Lösung der inneren, unbewusst (gewordenen) Qual.
Die Verletzung der persönlichen Integrität lässt sich nicht ungeschehen machen. Die Realität kann niemand ändern, so sehr man es möchte, so sehr, wie man sich auch bemüht. Trotzdem hat man den tiefen Wunsch, die Verletzung ungeschehen zu machen. Dieser Wunsch macht einen wie verrückt.
Zudem wird man dauernd und immer wieder (unbewusst) an die unsäglich schmerzhafte Verletzung durch die Symptome, die sie bildet, erinnert.
Da man das reale Ereignis vergessen und abgekapselt hat, hat man keine Erklärung für die Symptome, die als dauernder Unpässlichkeiten oder auch als massive Krankheiten erscheinen. Bei denen, durch das Chrironprinzip ausgelösten Symptome, hat man das Gefühl, sie ohne Grund und „wie auf den Leib geschmissen“ zu erleiden. Man fühlt sich hilflos ausgeliefert. Mit den Jahren gewöhnt man sich an den Zustand.
Von medizinischer Seite (wenn es bis zu einer „offiziellen“ Krankheit kommt) lässt sich das Symptom bestenfalls eindämmen. Die Krankheit lässt sich bemerkenswerterweise(!) in ihrer Genese nicht auf einen sachlich – medizinischen Ursprung zurückführen.

Die wirkliche Lösung

Es gibt bei Lichte betrachtet eigentlich nur einen Weg der Heilung.
Das ist der Weg, der im Chironmythos vorgezeichnet ist:
Der Tod ist die Lösung.
Ich kann mir gut vorstellen, diese Perspektive ist für niemanden verlockend und doch möchte ich Sie dazu einladen, den Weg zu gehen.
Selbstverständlich bleibt da noch eine andere Wahl. Das ist der Weg, den Asklepios im Mythos gegangen ist.
Als moderner Asklepios kann man sich an dem Chironthema „abarbeiten“ oder „totarbeiten“ oder sich „nur“ ein Burnout-Syndrom besorgen.
Dabei ist ein ständiges Überforderungserleben garantiert. Die manchmal vorkommende Ironie des Schicksals ist, dass dieses Verhalten sozial und gesellschaftlich belohnt wird.
Doch letztendlich wird man doch vom Donnerkeil eines Zeus in Form einer Frühverrentung oder auch einem allzu frühen Tod – kurz nach Renteneintritt – oder einer schier nie enden wollenden Plackerei getroffen.
Nun ja, ob man den einen Weg – freiwillig und bewusst – oder den anderen Weg unbewusst geht, es bleibt sich in einer Sache gleich.
Beide Wege enden mit dem Tod!

Das definitive Ziel

Doch damit ist meinerseits das Chironprinzip noch immer nicht ausreichend besprochen.
Chiron soll sterben!
Wie stirbt ein Unsterblicher, der ein Zentaur ist?
Da gibt es nur eine Lösung: freiwillig.
Wie geht das?
Man (der Mensch) muss sich freiwillig dem Gewesenen stellen, dem Kern und den Aspekten seiner Verletzung stellen, und – wie es bei jeder Heilung der Fall ist – sich die Zeit geben, die nötig ist, um die Heilung ganz werden zu lassen.
Man darf keine Bedingungen an den Heilungsprozess stellen, sondern sich ihm ganz hingeben.
Das ist eine Hingabe an alles, was zur Verletzung gehört – bis zum Tod.
Diese Hingabe führt unweigerlich zum Tod. Es ist der Tod der Verletzung.
Doch der Mensch befürchtet, es müsse seinen persönlichen Tod erleben.
Und irgendwie stimmt das dann auch. Der Mensch erlebt nach Vollendung des Todes eine kosmische Weite, die keinen Namen hat.
Es ist eine persönliche Freiheit, die man selbst in den intensivsten Wunschvorstellungen nicht zu träumen wagt.
Still, weit, unendlich, voller Dasein.
Das ist das Ziel des Chiron.
Das kann man die gelöste Chrironenegie, das gelöste Chrironprinzip nennen, wenn man doch noch einen Namen möchte.


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