Chiron I

Der Asteroid Chiron wurde im Jahre 1977 entdeckt.
Er gehört zu den Zentauren.

Vorab:

Mit dem Chironprinzip ist es jedem Menschen möglich, wunderbare Dinge zu schaffen und große Leistungen zu vollbringen.

Chiron – Das Prinzip

Chiron ist einerseits das Prinzip der Verletzung, des Elends, der Not und andererseits auch das der Heilung.
Deswegen nennen viele Astrologen ihn den Heilerplaneten, wobei er astronomisch gesehen, ein Asteroid ist. Er bekommt sicherlich auch den Namen Heilerplanet, weil Cheiron, wie sein mythischer Originalname ist, als ein verletzter Lehrer und eine Heilergestalt „überliefert“ ist.
Der Zentaur Chiron wurde „zufällig“ von einem vergifteten Pfeil bei einem Kampf getroffen. Da Zentauren dem Mythos nach unsterblich sind, er jedoch entsetzlich verletzt wurde, gab Zeus ihm die Erlaubnis sterblich zu werden. So musste er nicht sein göttliches, ewiges Leben lang leiden, sondern konnte die Verletzung mit Sterblichkeit überwinden.
Chiron hatte viele Schüler. Unter Ihnen war ein Halbgott mit Namen Asklepios.
Die Mutter des Asklepios wurde während seiner Geburt verbrannt, Asklepios konnte gerettet werden. Er wurde vom Zentaur groß gezogen und von ihm in allerlei Heilverfahren mit Kräutern und dem Heilen mit den Händen unterrichtet.
Die furchtbare Geburt Asklepios kann man als Urverletzung – um die es beim astrologischen Chironprinzip anfänglich geht – sehen und das Leben des Asklepios als den daraus zwangsläufig (?) folgenden Selbstheilungs- prozess.
Wer in den Erzählungen denn wirklich der Verletzte war, ob Chiron selbst, ob es sein Schüler Asklepios oder beide sind, ist meiner Ansicht nach nicht eindeutig geklärt.
Es erscheint mir astrologisch – sachlich unwichtig ob Chiron und Asklepios in einer Personaleinheit zu sehen sind, ob Asklepios oder der Chiron der verletzte Heiler ist.
Ich finde, es ist so oder so ein gruselig – schöner Mythos.

Wie dem auch sei, so ist der „Aufgabenbereich“ und die Herkunft des Prinzips Chiron beschrieben:
Tiefste Verletzung woraus sich die Selbstheilung ergibt, indem man andere heilt (oder umgekehrt).
Und schließlich: Indem man seine Verletzung überwindet, überwindet man auch die Heilung anderer und findet gerecht oder ungerecht den Tod.
Soweit in Kurzform der Mythos der beiden Gestalten.

Chiron in der Astrologe

In der astrologischen Beratung wird „Chiron“ meiner Ansicht nach wie ein ungeliebtes Stiefkind behandelt. Ich kann das auf Grund des Inhaltes und der Thematik dieses Prinzips und der Hilflosigkeit vieler Astrologen beim Thema Verletzung, Schmerz und Heilung und deren Überwindung durch den Tod sehr gut verstehen.
Das Chironprinzip erinnert jeden, der sich ihm nähert, an seine eigene (tiefsitzende) Verzweiflung, seine innere Not, seinen inneren Dauerkampf, der manchmal ein hoffnungslos erscheinender Dauerkrampf ist.

Herkömmliche Ratschläge

Als herkömmlicher Astrologe hat man im Allgemeinen folgenden (prinzipiellen) Tipp zur Hand: Die Chironthematik mutig und gemäß der Anforderung der Hauses, in dem er steht, konsequent und standhaft Genüge zu tun.
Ein weiterer Tipp, der mir zum Thema Chiron in der Literatur begegnet ist: Die Probleme, die Chiron mit sich bringt, durch das Prinzip des gegenüberliegenden Sternzeichens zu kompensieren.
Diesen Tipp kann ich auch (bedingt) vertreten, weil er im Klienten schon vorhandene konstruktiven Tendenzen (wahrscheinlich) unterstützt. Und: Der Klient kann beim Thema „Chiron“ wirklich jede Unterstützung gebrauchen.
Meiner Beobachtung nach wählen die Menschen sowieso die Kompensation und kommen dabei zu Lebenshöchstleitungen, die der manchmal unendlich erscheinenden Not und Verzweiflung, die auch im Chironprinzip steckt, angemessen ist.
Das Phänomen ist, dass der Klient diese Höchstleistung vollkommen normal und insofern nicht sonderlich beachtenswert findet.

Zum ersten Tipp kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Gut gemeint, doch welches Werkzeug kann der herkömmliche Astrologe neben seiner Lebenserfahrung und den aus dem zugehörigen Haus erwachsenen Tipps konkret anbieten.
Meine Erfahrung ist: Es kommt auf die Techniken an, die der Astrologe sich neben der Astrologie angeeignet hat. In der Astrologie finden wir keine speziellen Wege, um mit dem Chironprinzip ins Reine zu kommen. Beim Thema Chiron reicht meist die Lebenserfahrung des Astrologen und die der Astrologie innewohnenden Hilfestellungen nicht aus.

Chiron – in der Gänze und in seiner Tiefe betrachtet.

Um angemessene Hilfestellungen geben zu können, muss man wissen, was das Chironprinzip in Variationen und in seiner Gänze ausmacht.
Dazu und zu weiteren Aspekten des Themas „Chiron“ werde ich in den nächsten Tagen mehrere Beiträge veröffentlichen

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