Ceres

Ihre Herkunft und sie selbst astronomisch betrachtet.


Mythos

Ceres ist in der römischen Mythologie eine Göttin mit – oberflächlich betrachtet – vielen und widersprüchlich erscheinenden “Zuständigkeiten“.
Das Ceresprinzip ist das Gesetz der Natur: Wer sich innerhalb des natürlichen Rhythmus und der natürlichen Abfolge (des Lebens / Lebenszusammenhangs) bewegt, wird unterstützt. Wer sich außerhalb stellt, wird nicht beachtet und hat die Folgen zu tragen.
Ceres ist die Göttin, die das Eingepasstsein und Mitschwingen verlangt. Es ist das Eingepasstsein und Mitschwingen in den Ablauf der naturgegebenen Fakten und Bewegungen. 
Dazu gehören die vier Jahreszeiten, der Rhythmus der Sprache und der Atmung, säen, ernten, ruhen, Geburt und Tod.
Es ist Alles in Allem die naturgegebene Abfolge, die wir kennen, angelegt.
Ceris ist die altrömische Göttin der Fruchtbarkeit, des Ackerbaus und der Ehe (übrigens: Ehe heißt auch: Einheit, Gleichklang). könnte meinen, sie sei mit Saturn verwandt. Ja, das ist sie auch, sie ist Tochter des Saturn und der Göttin Ops, die die römische Göttin der Naturerscheinungen ist. Aus dieser Herkunft kann man ihre Aufgaben ableiten und verstehen.
Nach der Göttin Ceres wurde der astronomische Planet benannt.

Astronomie

Lt.: Wikipedia ist „Ceres“ (Aussprache [ˈtseːrεs])[4][5][6][7][8] mit einem mittleren Äquatordurchmesser von 963 km der kleinste bekannte Zwergplanet und das größte Objekt im Asteroidengürtel. Sie ist nach der römischen Göttin des Ackerbaus benannt und wurde am 1. Januar 1801 von Giuseppe Piazzi als erster Kleinplanet entdeckt. Ceres war lange als Asteroid eingestuft und wird seit 2006 zur Gruppe der Zwergplaneten gezählt; ihr astronomisches Symbol ist eine stilisierte Sichel. Sie besitzt keinen Mond. Sie bewegt sich in 1682 Tagen um die Sonne.
Mehr unter: https://de.wikipedia.org/wiki/(1)_Ceres

Viele kennen „sie“ auch aus einem weiteren Zusammenhang: Sie ist die „Herrscherin“, das ist die vierte Karte der Großen Arkana“ im Tarot.

Pluto und Ceres gehören zusammen

Das Ceresprinzip ist das Gegenstück zum Plutoprinzip.
Pluto: Vernichte, was kaputt macht.
Ceres: Unterstütze das, was Leben bringt.

Schaut man genau hin, kann man das Befreiende und Gewaltige beider Prinzipien leicht erkennen und verbinden.

Ceres in der Astroenergetik

Astroenergetisch betrachtet, ist Ceres zunächst einmal die konsequente Eindeutigkeit und die Unerbittlichkeit in Person. Das Ceresprinzip ist der unzweideutige Geschehensablauf.
Es fällt auf, dass man sich das Ceresphänomen nicht befriedigend von außen erschließen kann. Wenn man das will und tut, bleibt man spürbar in der Oberflächlichkeit eines Ablaufs stecken. Die Wahrheit der Ceres kann man von außen nicht wirklich erfassen.
Ihr Sinn, ihre Sinnlichkeit liegt im Inneren.
In ihrem Zustand und ihrem Charakter liegt die Wirkung begründet.
Ihr Zustand und Charakter ist: »Immer Ja.«
Die Wahrheit des Ceresprinzips heißt: »So ist es.«
Die Wirkung des Ceresprinzips ist: »So wird es.«

Ceres wird über ihr Innen verstehbar. Man kann sie von außen nur so nehmen, wie sie ist und wie sie wirkt. Man fühlt sich als „kleiner Mensch“ der Natur ausgeliefert, so viele Maschinen wir Menschen auch bauen mögen, um uns die Natur Untertan zu machen.
Das Ceresprinzip verlangt ein unbedingtes Einlassen, ohne Diskussion, ohne Wenn und Aber, ohne Zaghaftigkeit und ohne ein Zuwenig oder Zuviel. Sie ist Naturgewalt.
Ceres ist gut zu allem, was wächst, gedeiht, lebt und „will“, wie sie will.

Die Möglichkeit, Ceres in ihrer scheinbaren Widersprüchlichkeit des Forderns und Förderns zu erfahren und in seinem Leben zu realisieren, ist die Hingabe.
Nichts anderes als Hingabe ist möglich und machbar, um mit Ceres zurechtzukommen. Sie ist das Muttererdeprinzip. Ceres lässt jeden und alles existieren, sie wendet sich nicht aktiv gegen etwas. Realisiert man in sich das Ceresprinzip, ist das nur mit Hingabe möglich. Dann hat man keinen Eigenwillen mehr, das Ego bleibt auf der Strecke, Spannungen finden nicht mehr statt. Das eigenwillige Denken und Handeln hat sein Ende gefunden. Denken, Fühlen und Handeln im Sinne eines persönlichen »um zu« oder „will ich nicht“ haben sich erledigt.

Hingabe ist ein „Ganz – im – jetzt – sein“ und zugleich im Kontext mit Vergangenem und Zukünftigen sein und handeln. Und das ist mit jedem Sinn präsent und wach.
Es ist im Jetzt sein und in Einheit mit der Zukunft handeln und das tun, was jetzt zu tun ist.

Das mag sich mystisch anhören, ist es aber nicht. Das Ceresprinzip ist lebenspraktisch, lebensbejahend, unverzagt, couragiert. Es ist rücksichtslos und unbestechlich für die Egoismen.
Versuchen Ego und Eigenwille des Menschen das Ceresprinzip zu überwinden, scheint dies auch kurzfristig (kurzfristig im Zeitbegriff der Ceres) möglich zu sein. Wir alle kennen die Wahrheit: Die Natur holt sich früher oder später das zurück, was man (der Mensch) ihr genommen hat.
Dieser Satz beschreibt genau, wie das Ceresprinzip »arbeitet«, wenn es »verletzt« wird.
Ceres ist auch die Heilerin für durch das Ego, die Dummheit, den Eigensinn und körperliche und psychische Wunden. Das ist im Prinzip denkbar einfach, in der Praxis jedoch oft mit harten Auseinandersetzungen verbunden.
Praktiziert ein Mensch Hingabe, ist es immer die Hingabe an und mit dem Ceresprinzip. Im Täglichen scheint Hingabe eine der schwierigsten Lebenshaltungen zu sein, die man einnehmen kann. Ceres ist natürlich auch die Göttin der letztendlichen Hingabe, das ist die Hingabe an das Sterben und den Tod.
Man gibt seinen Körper und vielleicht gibt man sich selbst hin.
Daran kommt man nicht vorbei, außer (vielleicht) mit Hingabe.


Bewusstheit, Sorgfalt, sanfte Genauigkeit, Akzeptanz, Annahme und Liebe sind die »Dinge«, die zurück zu der, von Ceres verlangten, Haltung führen.

Ceres selbst ist Hingabe. Sie verlangt nichts anderes.

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